Ricardo Villalobos

The au Harem d'Archimede


Oh- The au Harem d'Archimede ist mir vom Start weg sympathisch, obwohl ich Ricardo Villalobos bislang noch nicht kannte. Sehr lockere Sache- federnde Grooves zu denen mir gerade das Wort "beschwingt" im Hirn rumkegelt. Und locker bedeutet hier nicht etwa unverbindliche Bastelei, sondern entspanntes Selbstbewusstsein. Der Exilargentinier Ricardo Villalobs ist seiner Sache sehr sicher und dabei freundlicher Weise souverän ohne krampfhaft fett sein zu wollen. Selbst die mehr pumpenden Stücke atmen Leichtigkeit. Trotzdem darf es auch mal dark sein, noisy wäre vielleicht doch das falsche Wort.
Insgesamt bleibt aber immer diese gewisse Wärme erhalten.
Da verstehe ich, warum das hiesige Elektrokaufhaus sicherheitshalber mehrere Exemplare dieses großen Werkes im Gemischtwarenregal hat. Gutes setzt sich eben manchmal auch am Massenmarkt durch ;-)
(Benannt übrigens nach einem französischen Ghetto-Film aus den späten 80ern- was immer uns das sagen soll) Anderer Meinung?