Old School Links

Wieder lauert das Thema "Kinderkram" im Nacken- das ist bei keinem Musik-Thema so schlimm wie bei Hiphop. Dabei ist die Angelegenheit genauso alt wie Punk- und geht damit schnellen Schrittes auf die 40 zu. Vor noch gar nicht mal so langer Zeit habe ich die Suche informativer Links zu den Hiphop-Roots tatsächlich recht frustriert abgebrochen- fast nichts zu finden über Kool DJ Herc, DJ Grand Wizard Theodore, selbst zu Grandmaster Flash sah's eher mau aus. Es hatte den Anschein, als ob Rap Attack weitere 10 Jahre die zentrale Info-Quelle über die Old School bleiben würde.
Doch das war glücklicherweise ein Irrtum, wie ich anlässlich eines kleinen Checks zum 30. der Furious Five feststellen konnte. Es mag an der Wikipedia liegen, mittlerweile versuchen einige aus der Community, solches Wissen unter die Interessierten zu streuen. Wer die Suchmaschine seiner Wahl mit den Namen der genannten Pioniere füttert wird zu allen so viele Links präsentiert bekommen, dass ich momentan gar nicht dazu komme, alles zu sichten. Denn selbstverständlich gilt es wie so oft, Berge von Versendern irgendwelcher Devotionalien auszufiltern. Aber der Fortschritt ist eben, dass mittlerweile tatsächlich ein paar Nuggets im Sieb bleiben.
Wo Einstiegsinfos zu den Namen inzwischen über die Wikipedia zu bekommen sind, kann ich die Sache erstmal andersrum angehen und hier mit einigen Links zu den Hintergründen anfangen:

Die umfassendste Quelle zu den Basics scheint mir derzeit hiphopwontstop.com zu sein. Die Endung täuscht erstmal etwas, denn der Inhalt ist mitnichten kommerziell und auch nicht auf Englisch. Vielmehr gibt es substanzielle Infos zur Herkunft und Entstehung aller 4 "ings": B-Boying, DJing, Mcing, Writing. Als netten Start würde ich mal die Liste zur Hiphop-Kultur vorschlagen, wo zu lesen steht, wer wo überall der erste war. Weiterhin empfehlenswert die realistische Abhandlung von Gangstaizm.

Die optimale Ergänzung wäre die nächste hiesige dotcom, diesmal unter dem Titel personal-rec.com mit der Rap-Legend Pts. 1-3, vor allem aber einer sehr ausführlichen Darstellung über die Macher der klassischen New Yorker Old-School-Labels- das scheint mir bislang im deutschsprachigen Raum recht einzigartig zu sein.

Selbstverständlich informiert die True School kompetent über die Basics: wildstyle liefert einen netten Überblick mit vielen weiteren Links.

Gerade, weil die Geschichten durch Wiederholung diverser Leute mittlerweile fast zur Legende entrückt sind, ist es wohl besser, sie direkt im O-Ton von Grandmaster Flash zu lesen:

Aus einem Buch über kulturelle Utopien kommt diese Darstellung aus Sicht von 60ies, Black Panthers und Last Poets von Wolfgang Sterneck und füllt damit eine Lücke, an der sich noch nicht so viele Leute versucht haben.

Nur leicht strange sind diese Sachen:

Anderer Meinung?