Black Eyed Peas

Elephunk

A&M/Interscope
03


Ich bekenne freimütig: "Where is the Love", das als Welt-Hit der Black Eyed Peas monatelang die Charts anführte, fand ich damals recht nett (prima Weihnachtslied (;-). Prompt war ich sehr gespannt, was die Leutchen denn auf Elephunk in Longplay-Version zu sagen haben.
Tja- und wie so oft bei Erwartungen nach so einem Mega-Dingens, enttäuschen mich die Black Eyed Peas dann doch- sprich: Der Elephunk haut mich keineswegs aus dem Sitz. Ist zwar alles einigermaßen abwechslungsreich und kommt sehr routiniert, aber genau da liegt für mich auch das Problem: Alles zu sicher, zu geschliffen- ich werde auf kompletter Länge den Verdacht nicht los, dass hier in der Chef-Etage des Musik-Konzerns so manche Marktstrategen länglich getagt haben, um die Marke Black Eyed Peas auf größtmögliche Breitenwirkung zu trimmen (schon die strikte Multikulti-Besetzung, weckt so manchen Casting-Verdacht). Folglich mehr Pop als Hiphop, womit grundsätzlich weniger Probleme habe, aber hier bleibt ein schaler Nachgeschmack.
Außerdem hatten die Black Eyed Peas bei mir persönlich leider das Pech, dass beim Anhören im Laden die neue Gang Starr die nächste im Stapel war. Und sorry Leute: Dagegen ist das hier Tütensuppe- der weitere Werdegang scheint auch die üblichen Mechanismen zu bestätigen: Das eine oder andere (Video-)Lebenszeichen, etwas tingeln durch einige Galas. Such is showbiz- sie haben ausgesorgt...
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