Gang Starr

The Ownerz

Virgin
03


Ob sie es wirklich besitzen? Fakt ist aber, dass Gang Starr sich diese dicke Lippe leisten können. Besonders Premier ist mittlerweile für so viele große Sachen verantwortlich, dass ich immer etwas Angst habe, die Kurve könnte nun allmählich unaufhaltsam nach unten zeigen (was anderswo ja oft genug der Fall ist). Aber bei Gang Starr ist das mal wieder völlig unbegründet.
Wie Guru mal an anderer Stelle sagte: "I'm a veteran, I never lose"- so ist das wohl auch mit The Ownerz. Die zwei Gang Starr-Veteranen müssen keinem mehr etwas beweisen und kommen eben deswegen besonders entspannt rüber. Kickende Beatz gibt’s genug und trotzdem muss man nicht die dicke Hose flattern lassen. Die Sounds kommen fast vollständig ohne Breitwand-Effekte aus und sind wie üblich mit Bedacht sparsam eingesetzt. Auch sonst lässt Gurus Raspelstimme keinen Hochglanzverdacht aufkommen. Da wird die versammelte Erfahrung genutzt, um dem üblichen Schickimicki aus dem Weg zu gehen- so soll es sein. Daher für mich: Groß, gerade weil sie keine Style-Weltmeisterschaft mehr gewinnen wollen. (M.a.W.: An dem, was diese zwei Herren locker aus dem Ärmel schlenkern, beißen sich immer noch 99,9% der Youngster die Zähne aus.)
"Das Album, das wir erwarten durften" vermerkt rap.de ebenso schnörkellos- nun denn...
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