Obie Trice

Cheers

Shady Rec/Interscope
03


Das Label sagt es schon: Marshall Mathers hat für die erste von Obie Trice auf die andere Seite des Mischpultes gewechselt. Und zwar sehr überzeugend, wie ich finde. Obwohl er sich nicht enthalten kann, gleich als erstes eine Mega-Ansprache vom Stapel zu lassen, hält er sich im Folgenden erfreulich im Hintergrund. Denn Obie Trice ist auch weit genug vorne, dass da eh nicht mehr viel Platz ist.
Und MM legt für Obie Trice auch eine höchst unterhaltsame Produktion hin. Fast beschleicht mich das Gefühl, dass er hier das treibt, was er auf den eigenen Scheiben nicht machen will (eins ist allerdings wie immer shady: Dieser für meine Ohren immer irgendwie dünne Sound, aber das lass ich jetzt mal weg ;-). Ist es mir bei seinen eigenen Sachen tendenziell immer etwas zu wenig, kommt Cheers regelrecht opulent ausgestattet daher. Style-technisch also voll auf der Höhe, obendrein noch locker- da klatscht die Juice zu recht.
Wobei Wenzel von rap.de die Sache nüchtern sieht und angesichts der Star-Versammlung (Eminem, Dre, Busta Rhymes, Nate Dogg, Timbaland, Ja Rule...) feststellt, dass da nicht viel schiefgehen konnte und das Fazit zieht: "Ihm fehlt das gewisse Etwas".
Time will tell.
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