Gab es auch Gute?

Besserer Prog ;-)

Wie schon eingangs erwähnt: Zuerst wollte ich eigentlich mal vorsichtig darauf hinweisen, dass es einst auch vergleichsweise unpeinliche Prog-Rocker gegeben hat, die ihre Ideale auf durchaus respektable Weise verfolgten. Wo inzwischen sogar wieder Sympathie für die Bombast-Fraktion zu entwickeln scheint, ist ein solcher Hinweis vielleicht sogar besonders wertvoll ;-)
Denn es gab durchaus nicht wenige, die dem Vorbild der frühen Pink Floyd folgten und sowohl technische Möglichkeiten als auch musikalische Fähigkeiten einsetzten, um zunächst mal schlicht den eigenen Horizont zu erweitern, ohne danach zu fragen, ob sich das verkauft oder nicht. Die Subkultur, die sich auch anderswo im Pop-Biz ab der Mitte der 60er erstmals entwickelte gab es auch hier. Aber anders als diejenigen, die Frank Zappas "Freak Out" auf der anderen Seite des Atlantiks sehr wörtlich nahmen (und sich damit den Spott des Maestros zuzogen), war vor allem in Britannien und Westdeutschland das Kunstbedürfnis wesentlich größer. Und solange es eingesetzt wird, um "auf der Bühne Liebe zu machen" (wie Soft Machine-Drummer Robert Wyatt sagte) und neue Energiequellen anzuzapfen, ist dagegen ja auch kaum was einzuwänden. Übrigens ist auch Prog-Rock wie fast jede Kunstszene nicht arm an skurrilen Gestalten, wie z.B. Soft Machine-Gründungsmitglied Daevid Allen, der dort zügig ausstieg, um in Frankreich eine Hippie-Kommune namens Gong zu gründen, mit der nicht nur die verkiffteste Musik machte, sondern dazu auch das passende Kifferuniversum schuf ("pot head pixies ridin' down in teapot-taxis" ;-) Aus heutiger Sicht nicht wirklich spannend, aber manche Leute interessieren sich ja trotzdem für solche Belustigungen- und die frühen Gong wollten das auch genau so verstanden wissen.
Für die besseren Seiten des Prog-Rock greife ich hier vier Beispiele heraus:

Anderer Meinung?